Lage der IT-Sicherheit in Deutschland

Lage der IT-Sicherheit in Deutschland

Zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland hat das Bundesamt für Sicherheit  und Information (BSI) seinen sogenannten Lagebericht zur IT-Sicherheit in Deutschland 2020 vorgestellt. Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland hat sich weiter dramatisiert.

Lage der IT-Sicherheit verschärft sich

In Zeiten der Corona Pandemie hat sich die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland dramatisch verschärft. Homer-Office-Arbeitsplätze wurden durch die Arbeitgeber schnell eingerichtet, Home-Schooling fand in Deutschland bisher in einem noch nie dagewesenen Umfang statt. Angriffe durch Hacker erfolgten weiterhin und nahmen nicht ab. Die Angriffe erfolgten auch unter Verwendung von Schadsoftware. Die Hacker werden dabei immer einfallsreicher, ausgefeilte Methoden und ständig neue Varianten machen es den Unternehmen nicht leicht. Betroffen sind Organisationen aller Größen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Verwaltung, Krankenhaus, Flughafen oder Automobilzulieferer – alles und jeder ist ein mögliches Ziel von Cyber-Angriffen.

Schadsoftware Emotet

Die als gefährlichste eingestufte Schadsoftware  Emotet ist bei den Angriffen ganz vorne dabei. Durch Emotet haben Angreifer viele, und vor allem unterschiedliche Angriffsmöglichkeiten. Die Daten der Unternehmen werden verschlüsselt und auch immer öfter kopiert. Die Angreifer drohen immer öfter mit einer Veröffentlichung oder dem Verkauf, sollte keine Lesegeldzahlung erfolgen. Die Unternehmen werden also regelrecht erpresst um ein Lösegeld zu erhalten.

Gerade die Bedrohung durch die sogenannten Daten-Leaks hat zugenommen. Dabei handelt es sich um die unbeabsichtigte Offenlegung oder den Diebstahl von personenbezogenen Daten. Auch in Deutschland gab davon im letzten Jahr Fälle. Von Juli bis September wurden 15.000 Datensätze von Patienten inklusive Bildern öffentlich zugänglich gemacht.

So schützen Sie sich

Um sich und Ihr Unternehmen zu schützen haben wir ein paar kurze Tipps für Sie zusammengestellt:

  • Schulen und sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter im Hinblick auf IT-Sicherheit und Datenschutz;
  • Identifizieren Sie mögliche Schwachstellen in Ihrem Unternehmen;
  • Schaffen Sie Konzepte für die Sicherheit in Ihrem Unternehmen, auch was zu tun ist bei einem Sicherheitsleck;
  • Binden Sie externe Unternehmen ein, wenn Sie selbst diese Kompetenzen nicht abbilden können;
  • Bleiben auch Sie als Chef auf dem aktuellen Stand, informieren Sie sich über mögliche Bedrohungen für Ihr Unternehmen;
  • Passiert doch einmal etwas, scheuen Sie sich nicht hierüber das BSI zu informieren. Lassen Sie sich helfen!

Hierbei handelt es sich im Prinzip um technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) der IT-Sicherheit. Diese spielen auch im Datenschutz immer wieder eine Rolle um die Sicherheit der Verarbeitung zu gewährleisten.

Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) hat eine Übersicht technischer und organisatorischer Maßnahmern veröffentlicht und nennt das Dokument „Good Practice bei technischen und organisatorischen Maßnahmen – Generischer Ansatz nach Art. 32 DS-GVO zur Sicherheit„.

Ein kurzer Überblick findet sich im Beitrag Checkliste technische und organisatorische Maßnahmen.

Durch immer neue Schwachstellen und ausgefeiltere Angriffsmethoden ist die Lage der IT-Sicherheit angespannter denn je. Das ist mit ein Grund dafür, weshalb sich das BSI intensiv an den aktuellen Digitalisierungsbemühungen beteiligt, um so mehr IT-Sicherheit in Deutschland zu erreichen.